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Was tun gegen Burnout?

Die Diagnose Burnout bedeutet vor allem eines: Veränderung! Schliesslich haben in erster Linie die Lebensumstände und der Umgang damit zum Burnout geführt. Eine Therapie kann dabei helfen, aber letzten Endes müssen die Veränderungen immer vom Patienten selbst ausgehen. Das können Sie tun:

Ein Burnout hat mit reiner Übermüdung ungefähr so viel zu tun wie ein Tornado mit einem lauen Lüftchen. Deshalb hilft es auch nicht, sich einfach eine Weile zu erholen. Sobald Sie in Ihren gewohnten Trott zurückkehren, wird mit allergrösster Wahrscheinlichkeit auch der Burnout zurückkehren.

Gehen Sie offen mit Ihrem Problem um, vor allem sich selbst gegenüber. Gestehen Sie sich ein, dass Sie mehr als nur ein bisschen überfordert sind. Nur dann werden Veränderungen möglich.

Achten Sie auf Ihren Körper. Ernähren Sie sich gesund, trinken Sie viel, geben Sie Ihrem Ruhebedürfnis nach. Wahrscheinlich haben Sie diese Dinge schon viel zu lange vernachlässigt.

Reduzieren und vereinfachen Sie Ihr Leben. Streichen Sie Aktivitäten, Verpflichtungen und Kontakte aus Ihrem Leben, wenn sie Ihnen nicht gut tun.

Intensivieren Sie wertvolle Kontakte! Zu den Menschen, die Ihnen wichtig sind und die Ihnen gut tun, sollten Sie unbedingt engen Kontakt halten oder wieder aufbauen. Achten Sie darauf, sich nicht zu isolieren.

Denken Sie auch über grosse Veränderungen nach. Versuchen Sie die Umstände zu ändern, die Sie krankgemacht haben. Wenn das nicht gelingt, kann es nötig sein, zum Beispiel den Job oder eine Partnerschaft zu beenden.

Seien Sie aufmerksam! Achten Sie frühzeitig auf Anzeichen von Überforderung. Schliesslich verursacht der Burnout Symptome, die Sie nun schon kennen.

Wie erkenne ich ein Burnout-Syndrom?

Das Burnout-Syndrom gehört zu den häufigsten psychischen Erkrankungen und verursacht bei den Betroffenen und ihren Angehörigen viel Leid. Ist die Krankheit erst einmal stark ausgeprägt, sind die Patienten oft selbst zu kleineren Anstrengungen nicht mehr in der Lage und können ihren Beruf vorübergehend oder dauerhaft nicht mehr ausführen. Natürlich verursacht ein Burnout Symptome, bevor er zum vollen Ausbruch kommt. Auf diese Signale sollten Sie achten:

– Sie verspüren einen wachsenden Widerwillen, täglich zur Arbeit zu gehen.
– Sie schieben Aufgaben und Kontaktaufnahmen immer wieder heraus.
– Sie sind ungeduldig, reizbar und dünnhäutig.
– Es fällt Ihnen immer schwerer, anderen Menschen geduldig zuzuhören und auf sie einzugehen.
– Entscheidungen fallen Ihnen sehr schwer.
– Sie fühlen sich frustriert, hoffnungslos oder innerlich leer.
– Sie sind nicht mehr in der Lage, kreativ zu arbeiten. Ihre Fantasie und Flexibilität lassen nach.
– Sie fühlen sich dauerhaft überfordert.
– Ihre sexuelle Lust oder Potenz nimmt ab.
– Sie empfinden Kontakte mit anderen Menschen immer mehr als Belastung und ziehen sich zurück.
– Sie haben Flucht- oder Suizidgedanken.
– Ihre Konzentrationsfähigkeit lässt stark nach.
– Sie sind vergesslich.
– Sie können sich nur schwer zu Dingen motivieren, die Ihnen früher leicht gefallen sind.
– Sie haben Ein- oder Durchschlafstörungen oder schlechte Träume.
– Ihre Rücken-, Nacken- und Schultermuskulatur ist stark verspannt.
– Sie knirschen nachts mit den Zähnen oder kauen an Ihren Nägeln.
– Sie greifen verstärkt zu Aufputsch- oder Verdrängungsmitteln (zum Beispiel Kaffee, Alkohol, Medikamente, Drogen, Nikotin).
– Sie leiden häufig unter Erkältungen oder Magen-Darm-Beschwerden.
– Sie denken darüber nach, ob Sie unter einem Burnout-Syndrom leiden könnten.

Wenn Sie mehrere dieser Symptome an sich beobachten können, sollten Sie sich frühzeitig Hilfe suchen!